Montag, 11. Dezember 2017

"Böses Kind - Alanna" - Martin Krist

Mein erster und bestimmt nicht letzter Roman von Martin Krist

Suse kommt mit ihrem Job in einem Supermarkt gerade so über die Runden und das Geld reicht kaum aus, um ihre drei Kinder Jaquie, Dennis und Theo zu versorgen. 
Ihr Mann Ludger hat sie sitzen lassen und hat nun eine neue Freundin. Als Jaquie plötzlich verschwindet und eine Leiche auftaucht, die irgendwie mit ihr in Verbindung zu stehen scheint, macht Suse sich Sorgen. 

Kommissar Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers vom Morddezernat ermitteln in diesem Fall. Man erfährt so einiges über ihr Privatleben, wie z.B., dass Frei‘s Sohn am Asperger-Syndrom leidet, seine Tochter im schwierigen Teenie-Alter ist oder dass Albers kaum schläft, weil sie ein kleines Kind zuhause hat (und dass sie sehr gerne Karotten ist ;-)). Aber auch einiges bleibt verborgen. Im Laufe der Handlung wird deutlich, dass Frei ein Geheimnis hat, dass mit dem Namen „Alanna“ zu tun hat, der auf dem Buchcover abgedruckt ist (den ich übrigens anfangs als Hanna gedeutet habe!). Am Ende des Buches weiß man leider noch immer nicht des Rätsels Lösung. 
Auch der Titel „Böses Kind“ bleibt meiner Meinung nach unerklärt. Ich bin gespannt, ob man im nächsten Teil der Reihe mehr dazu erfahren wird. 
Die Charaktere im Buch sind super beschrieben. Ich kann mir jede der Personen gut vorstellen und sie alle sind sehr greifbar. 
Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch hindurch, was sicherlich auch mit der Kürze der Kapitel und den häufigen Cliffhangern am Ende eines Kapitels zusammenhängt. 
Das Cover gefällt mir leider gar nicht. Der Mann, der mich anstarrt, ist mir gänzlich unsympatisch und das Buch würde von mir wahrscheinlich im Buchladen nicht in die Hand genommen werden. Umso mehr freue ich mich, dass der Klappentext mich überzeugt hat und ich dieses Buch für Martin Krist rezensieren durfte, was keinerlei Einfluss auf meine Meinung hat. 

Abschließend bleibt zu sagen: ein spannender Auftakt einer großartigen Reihe 
mit überraschendem Ende!
Ich möchte die Reihe definitiv weiter verfolgen.

⭐⭐⭐⭐

Titel: Böses Kind - Alanna
Autor: Martin Krist
Verlag: BookRix
Erscheinungsdatum: 20. Oktober 2017
Seiten: 316
ISBN: 978-3-7450-3529-2
Preis: 9,99€
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Anna

Dienstag, 5. Dezember 2017

"P.F.O.T.E. - Ein (fast) perfekter Hund" - Bettina Obrecht


Spannung, Freundschaft und Freiheit


P.F.O.T.E wurde in einem Labor aufgezogen um der perfekteste Hund zu werden. Er bellt nur einmal am Tag, hört auf Befehle und kann sogar mit Menschen sprechen.
Flip und Janne haben sich schon immer einen Hund gewünscht. Einen mit dem man spielen kann und der einem Freude bereitet. Ihre Eltern sind leider dagegen, doch die beiden geben die Hoffnung nicht auf. Sie treffen auf P.F.O.T.E. und das Abenteuer beginnt.

Dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken über mehrere Themen an. Wie denken Tiere? Wie kümmert man sich richtig um ein Haustier und was ist gut für sie? Was bedeutet Freiheit? Was ist Freundschaft? Wer bin ich eigentlich und was möchte ich?
P.F.O.T.E. versucht herauszufinden wer er ist und was er eigentlich möchte. Dabei kommt der den beiden Kindern immer näher und er merkt, dass er bisher gar nicht richtig gelebt hat, auch wenn es ihm vorher nicht schlecht erging, so meint er.
Die Themen sind für die Kinder wahrscheinlich unauffällig und das Buch wirklich unterhaltsam, weil es undurchschaubar ist. Für erwachsene Vorleser sind die Themen offensichtlich und möglicherweise ein Anreiz mit den Kindern über einiges zu reden.
Das Buch bringt einige Wendungen und Überraschungen mit sich, ist witzig und spannend gestaltet. Selbst als Vorleser kann man oft nicht voraussagen was geschehen wird oder wie die Charaktere handeln. 
P.F.O.T.E.s Freunde, die Katze und der Mops (Wolf) haben die spannendsten Charakterzüge. Sie sind so eigenwillig, dass sie eine gewisse Spannung aufbauen.
Die Illustrationen sind wirklich toll gemacht und bereichern das Buch.

Ein Kritikpunkt waren die Namen der Kinder. Janne ist für mich ein Jungenname, sodass ich immer durcheinander kam und oft überlegen musste wer denn eigentlich gemeint ist. Dadurch stockte ich leider manchmal beim Lesen, was wirklich schade für die Geschichte war.

Das Buch bekommt verdiente vier Sterne von mir, vor allem, weil es so viele tiefgründige Themen umfasst.

⭐⭐⭐⭐


Titel: P.F.O.T.E - Ein (fast) perfekter Hund
Autor: Bettina Obrecht
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 06. März 2017
Seiten: 176
ISBN: 978-3570174180
Preis: 12,99€
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Dankeschön an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Laura

Montag, 4. Dezember 2017

"Die Rivalin der Königin" - Elisabeth Fremantle

Liebe, Intrigen, Macht und Geschichte

In ihrem Buch "Die Rivalin der Königin" beschreibt die Autorin Elisabeth Fremantle das Leben von Penelope Devereux, einer Hofdame von Elisabeth I. Spannend und lebendig erzählt sie uns von der mutigen jungen Frau. Als Patenkind der englischen Königin wird Penelope bereits mit 18 Jahren in den Kreis der Hofdamen berufen und ist von nun an den Launen der Königin ausgesetzt. Da Penelopes Mutter von der Königin in die Verbannung geschickt wurde, liegt es in Penelopes Händen, die Gunst der Königin für die Familie Devereux zurückzugewinnen. Auch um die Macht ihres Bruders Lord Essex zu stärken und auszubauen beginnt die schöne Penelope ein raffiniertes Netz aus Intrigen und Allianzen zu spinnen. Dabei ist ihr größter Widersacher Robert Cecil, der wichtigste Minister der Königin. Ihre große Liebe ist der Dichter und Soldat Philip Sydney, dessen Sonette bis heute überliefert sind. Aus politischem Kalkül muss sie aber den ihr unsympathischen Robert Rich heiraten. 

Wie schon in ihren ersten beiden Büchern erweckt die Autorin die englische Geschichte wieder zum Leben. Sehr authentisch erzählt sie die wahre Geschichte der Protagonistin, so dass man als Leser einen tiefen Einblick in das Leben bei Hofe und in die Politik der Tudorzeit bekommt. Schöne Beschreibungen von einzelnen Szenen runden das Bild ab. So spielen die Knappen zum Beispiel nach einem Turnier sie seien Ritter, probieren Rüstung und Helm ihrer Herrschaft aus und haben dabei jede Menge Spaß. Genau so wie man sich das bei Heranwachsenden vorstellen kann. Überhaupt bringt uns die Autorin die einzelnen Charaktere so nahe, dass man wirklich viele Parallelen zum Menschen im 21. Jahrhundert entdecken kann. Bestimmte Charakterzüge lassen sich damals wie heute erkennen. Da sind die Machtbesessenen, die Eitlen, die Treuen, die Verräter, die Intriganten und die Leute, die ihr Fähnlein immer nach dem Wind richten. Solche und Solche gibt es immer in jedem Land und zu jeder Zeit. 

Auch dieses Buch hat mir wieder Spaß gemacht zu lesen. Es ist lebendig und hat einen schönen Sprachstil. Einen kleinen Punktabzug muss ich für die Einführung der Personen am Anfang des Buches geben. Wer in der Tudorzeit nicht bewandert ist, muss sich erstmal durch jede Menge Namen kämpfen. Nach den ersten zwei Kapiteln habe ich mir erst mal im Internet noch einige Informationen über das Elisabethanische Zeitalter angelesen, damit ich die Personen und Ereignisse aus dem Buch besser einordnen konnte. Insgesamt gebe ich aber wieder die Bestnote für diesen intelligent geschriebenen historischen Roman. Wer Freude an historischen Erzählungen hat, dem kann ich dieses Porträt einer außergewöhnlichen Frau nur ans Herz legen.

Die drei Bände der Autorin „Spiel der Königin“, „Im Schatten der Königin“ sowie „Die Rivalin der Königin“ sind unabhängig voneinander zu lesen. 


⭐⭐⭐⭐

Titel: Die Rivalin der Königin
Autor: Elisabeth Fremantle
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Seiten: 480
ISBN: 978-3570102879
Preis: 19,99€
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Samstag, 25. November 2017

"Das große Buch der Kinderreime - Über 400 Verse und Fingerspiele" - Cornelia Nitsch

Praktisches Buch für Erzieher und Eltern

Mit seinen über 400 altbekannten, aber auch neuen Reimen, Fingerspielen und Versen eignet sich das Buch besonders gut für Erzieher, aber natürlich auch für Eltern. Auch Gruppenleiter beim Sport oder von Ferienfreizeiten finden sicher etwas Brauchbares :-). 
Wer gerne in Erinnerungen schwelgt, kommt hier auch auf seine Kosten: an Hänschen Klein, Morgens früh um Sechs, den Bi-Ba-Butzemann, Taler Taler und die kleine Dickmadam kann sich wohl fast jeder erinnern. 
Besonders gut gefällt mir, dass die Seiten von süßen Illustrationen verschönert werden und dass ab und zu ein kurzer Text für Eltern auf den Seiten zu finden ist. Hier stehen hauptsächlich Erklärungen, wieso Reime, Fingerspiele und so weiter so wichtig für Kinder, aber auch für uns Erwachsene sind. 
Unter nahezu jedem Reim findet sich eine kurze „Spielanweisung“, die erklärt, was man zu dem Reim machen kann (z.B. Finger zählen, etc.). 

Das Buch teilt sich in 11 Themen auf, die ich hier einmal auflisten möchte:
-Liebevolle Spielereien beim Wecken
-Zusammen essen und hinterher Blödsinn machen
-Schmusen, Wiegen und Schaukeln
-Auf den Knien reiten: schuckeln und ruckeln, auf Reisen gehen
-Im Sandkasten spielen
-Im Kreis gehen, spielen und zusammen lachen
-Fangen spielen, herumtoben und mit Kindern um die Wette rennen
-Sich in der Badewanne vergnügen
-Nach dem Baden und Abtrocknen
-Trösten und Mutmachen
-Gute Nacht sagen und sich freundlich verabschieden

Man merkt: es ist für jede Alltagssituation etwas dabei. Besonders gut eignen sich solche Reime und Verse als Ritual. Kinder brauchen und lieben Rituale- sie schaffen Vertrauen und geben Sicherheit. 

Hinten im Register sind alle enthaltenen Reime aufgelistet. Man kann also ganz bequem die Seiten nachschlagen, wenn man etwas bestimmtes sucht. 
Tolles, absolut empfehlenswertes Buch! 


⭐⭐⭐⭐


Titel: Das große Buch der Kinderreime - Über 400 Verse und Fingerspiele
Autor: Cornelia Nitsch
Verlag: Bassermann Verlag
Erscheinungsdatum: 25. September 2017
Seiten: 160
ISBN: 978-3-8094-3818-2
Preis: 7,99€
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Anna

Donnerstag, 16. November 2017

"Bloss nicht blinzeln!" - Tom Booth


Bloss nicht blinzeln! 
Komm, wir spielen das Blinzelspiel!
Wer kennt es nicht? Wer zuerst blinzelt, verliert. Oder: wer zuerst wegguckt, verliert. In diesem Buch dreht sich alles um dieses Spiel und dabei können die Kinder verschiedenste Tiere kennen lernen: zunächst einen Vogel, dann kommen ein Fuchs, ein Krokodil, ein kleiner Affe, eine Giraffe, ein Gorilla, ein Frosch, ein Stachelschwein, ein Elefant, eine Eule, ein Leopard und eine Schildkröte dazu. Diese finde ich besonders witzig, da sie auf nahezu jeder Seite zu sehen ist und sich von Seite zu Seite nur langsam in die Bildmitte bewegt. Als alle anderen Tiere bereits die Lust am Spiel verlieren, ist die Schildkröte erst da und fragt, was gespielt wird.
So finden sich auch noch weitere süße kleine Details auf den Bildern. 

Dieses Mitmachbuch eignet sich gut zum Lachen für Zwischendurch, aber ich denke, es könnte auch ein gutes Buch zum Einschlafen sein. Das Mädchen auf dem Titelbild fordert den Leser auf, mitzuspielen. So soll das Kind ebenfalls versuchen, nicht zu blinzeln. Dies kann unter Umständen ganz schön müde machen und weckt den Siegeswunsch in den Kindern :-). 

Die Illustrationen gefallen mir sehr gut, sie sind sehr kindgerecht. Man versteht die Bilder auch ohne den Text - wenn das Kind bereits lesen kann, ist das Lesen jedoch etwas schwierig, da die Texte oft dialogisch sind. Es ist manchmal nicht so einfach, herauszufinden, wer welchen Text sagt. 

Das Buch bekommt von mir 4 Sterne und ich empfehle es für Kinder ab 3-4 Jahren. 



⭐⭐⭐⭐

Titel: Bloss nicht blinzeln!
Autor: Tom Booth
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 04. September 2017
Seiten: 48
ISBN: 978-3570174524
Preis: 12,99€
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Anna

Samstag, 11. November 2017

"Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin" - Erik Ole Lindström

Meja Meergrün ist wieder da!
Dieses Mal muss sie gemeinsam mit ihrer Kümmerkröte Padson, ihrer Lehrerin Frau Bläck, dem kleinen Seestern Lille und Bollarbi (ihrem besten Freund) dem kleinen Delfin Casper helfen, der in einem Fischernetz gefangen ist... doch dazu müssen sie zunächst zu Nisse Klok, dem weisen Kobold, und ihn um Rat fragen. 
Ihnen bleibt nicht viel Zeit! 

Mejas Eltern sind wieder auf einer Expedition, weshalb ihre Kümmerkröte Padson auf sie aufpassen muss. Das ist aber gar nicht so leicht, denn Meja ist ein aufgewecktes und sehr abenteuerlustiges Mädchen mit vielen Flausen im Kopf. So mischt sie am Anfang des Hörvergnügens erst einmal richtig den Unterricht von Frau Bläck auf, indem sie ihr einen Pupsfisch auf den Stuhl legt. Hier gibt es viel zu lachen. 
Es handelt sich hier aber nicht nur um lustige Inhalte. Den Kindern werden Themen wie Eifersucht, Angst und Hilfsbereitschaft näher gebracht und selbst mir standen beim Hören an einer Stelle leicht die Tränen in den Augen. 

Am Anfang der Geschichte gibt es eine klitzekleine Einführung für Zuhörer, denen Meja noch unbekannt ist, die meiner Meinung nach völlig ausreicht. 
Wieder einmal schafft Anna Thalbach es mit ihrer eigenen grandiosen Stimme, jedem Charakter eine einzigartige Stimme zu verleihen. Man erkennt sofort, wer spricht. 
Ich kann diese Geschichte wirklich nur weiterempfehlen!



⭐⭐⭐⭐⭐

Titel: Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin
Autor: Erik Ole Lindström
Gelesen von: Anna Thalbach
Erscheinungsdatum: 3.Juli 2017
Verlag: cbj Audio
Gesamtspielzeit: 2 Stunden 2 Minuten ungekürzte Lesung, inszenierte Lesung mit Musik
CDs: 2
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3837138900
-- Zum Hörbuch --


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Anna

Dienstag, 31. Oktober 2017

"Die Große Sherlock Holmes Edition" - Sir Arthur Conan Doyle

Kurzweilige Hörstunden vorprogrammiert!

Der Untertitel dieser Box könnte nicht besser gewählt worden sein: „Mehr Sherlock Holmes war noch nie!“ - da ist was Wahres dran! Mit allen Geschichten (unten nochmal aufgelistet) und einem ausführlichen Inlet ist diese Box definitiv etwas für wahre Fans und die, die es werden wollen.

Im Inlet findet ihr :
Die Wahrheit über Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle- hier erfahren wir mehr über Holmes Geschichte, den inoffiziellen Teil!; Interview mit Oliver Kalkofe über das Hörbuch, und über seine Verbindung zu Sherlock Holmes und in dem er zugibt, früher gerne Detektiv gespielt zu haben (wie fast alle Fans von Sherlock Holmes, den ???, TKKG und Co... Als er tatsächlich berichtet, auch Edgar Wallace und die drei ??? geliebt zu haben, ist er mir noch sympatischer.
Und zu guter Letzt gibt es zu jedem Fall einige Anmerkungen von den Übersetzern.

Meine absoluten Lieblingsgeschichten sind sogar in dieser Box enthalten: Das gefleckte Band, der griechische Dolmetcher und die fünf Orangenkerne.
Selbst für mich als eingefleischten Sherlock Holmes Fan gibt es hier noch 2 oder 3 Geschichten, die ich nicht gekannt habe, was ich natürlich besonders gut finde.
Niemand könnte diese Geschichten besser vortragen als Oliver Kalkofe. Seine Stimme passt wunderbar in diese Zeit und ich habe direkt ein Bild von Watson im Kopf.

Die Edition enthält die Geschichten:
Die Abenteuer des Sherlock Holmes:
Ein Skandal in Böhmen,
Die Liga der Rotschöpfe,
Eine Frage der Identität,
Das Rätsel von Boscombe Valley,
Die fünf Orangenkerne,
Der Mann mit der entstellten Lippe,
Der blaue Karfunkel,
Das gesprenkelte Band,
Der Daumen des Ingenieurs,
Der adlige Junggeselle,
Die Beryll-Krone,
Die Blutbuchen;
Die Memoiren des Sherlock Holmes:
Silberstern,
Das gelbe Gesicht,
Der Angestellte des Börsenmaklers,
Die „Gloria Scott“,
Das Musgrave-Ritual,
Die Junker von Reigate,
Der Verwachsene,
Der niedergelassene Patient,
Der griechische Dolmetcher,
Der Flottenvertrag,
Das letzte Problem

Von mir erhält die Box 5 von 5 möglichen Sternen. 

⭐⭐⭐⭐⭐

Titel: Die Große Sherlock Holmes Edition
Autor: Arthur Conan Doyle
Gelesen von: Oliver Kalkofe
Erscheinungsdatum: 22.Mai 2017
Verlag: der Hörverlag
Gesamtspielzeit: 22h und 6 Min. vollständige Lesung
CDs: 2
Preis: 19,49€
ISBN: 978-3-8445-2563-2
-- Zum Hörbuch --


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Anna

Montag, 30. Oktober 2017

"Minus Drei und die wilde Lucy - Minus reißt aus" - Ute Krause

Chaos, Gefahr und Abenteuer

Minus Drei hat es satt Zuhause. Keiner nimmt ihn und seine Probleme ernst und man will ihn zu Dingen zwingen, die er nicht mag, oder für die er keine Zeit hat. Irgendwann wird ihm alles zu viel und er beschließt mit Lucy abzuhauen. Einfach weg. Dabei muss er bemerken, dass es gar nicht so einfach ist sich alleine in der Wildnis durch zu schlagen.
Erst, wenn man etwas verloren hat, weiß man es zu schätzen.
In den Geschichten um Minus Drei und sein Haustier Lucy gibt es immer mehrere Botschaften, die Kinder verstehen und die sie betreffen. Diesmal ist eine Botschaft, dass man sich um seine Haustiere kümmern soll. Außerdem kommt gut rüber, dass Familie wichtig ist, auch wenn Hausarbeiten und Streits einen manchmal anderes glauben lassen.
Die eigentliche Message ist aber, dass Ausreißen gar nicht so einfach ist. Jedes Kind denkt irgendwann mal darüber nach, ob es nicht doch besser und einfacher wäre abzuhauen und sein eigenes Ding durch zu ziehen, weil man das Gefühl hat keine Wertschätzung zu bekommen.  In dieser Geschichte wird aber deutlich, dass es alles andere als einfach ist, denn es können so viele Sachen passieren, mit denen man nicht rechnen würde.
Auch Minus muss dies feststellen, denn Gefahren lauern hinter jeder Ecke. Die Dunkelheit rückt immer näher und es ist noch kein Platz zum Schlafen gefunden, die Kälte macht Lucy zu schaffen und dann Verlaufen sie sich auch noch. Viel passiert und Minus bemerkt, dass er nur noch nach Hause will, weil es dort doch nicht so schlecht war wie er dachte. Er nimmt sich vor einiges zu ändern und vieles wieder gut zu machen was er falsch gemacht hat und sieht positiv in die Zukunft. Gerade dies lässt auch Kinder darüber nachdenken was sie eigentlich gut an ihrem Zuhause finden und dass es sich doch nicht lohnt auszureißen.
Die Geschichte ist an sich wieder schön geschrieben, man kann ihr sehr gut folgen und die Spannung hält sich bis zum Schluss. Viele gefährliche Ereignisse geschehen schnell hintereinander, sodass man gar nicht aufhören möchte der Geschichte zu folgen.

⭐⭐⭐⭐⭐

Titel: Minus Drei und die wilde Lucy - Minus reißt aus
Autor: Ute Krause
Gelesen von: Andreas Fröhlich
Erscheinungsdatum: 24.Oktober 2016
Verlag: cbj Audio
Gesamtspielzeit: 44 Min. gekürzte Ausgabe
CDs: 1
Preis: 7,99€
ISBN: 978-3-8371-3733-0
-- Zum Hörbuch --


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Laura

Sonntag, 29. Oktober 2017

"Der kleine Laden der einsamen Herzen" - Annie Darling

Für Liebesromanliebhaber

Posy Morland erbt einen kleinen Buchladen und will ihn mit einer großen Auswahl an Liebesromanen und einem anderen Aussehen neu eröffnen. Hierbei steht ihr nicht nur ihre Vergangenheit im Weg, sondern ihre Mitarbeiter und der Enkel der vorherigen Besitzerin, Sebastian, können ihr oft ebenfalls nicht helfen oder bringen sie vom Kurs ab.
Ob Posy ihre Vergangenheit hinter sich bringen kann, ihr Leben vorankommt und wie es mit dem Buchladen läuft müsst ihr selber herausfinden.
Die Aufmachung des Buches ist total schön, man kann direkt fühlen, dass es sich um eine lockere Geschichte handelt. Am liebsten würde ich sagen, dass es ein Buch für zwischendurch ist, doch das würde nicht stimmen.  Das Buch hat fast 400 Seiten, wobei meiner Meinung nach 300/350 Seiten gereicht hätten, da die Spannung gegen Mitte des Buches kurzzeitig nachlässt. Ansonsten möchte man immer schnell weiterlesen und erfahren wie es mit dem Laden und der Liebe weitergeht.
Das Ende ist einem eigentlich von Anfang an klar, doch das ist eher nebensächlich, denn das „Wie“ zählt in diesem Buch. Wie kommt man zu diesem Ende, da es eigentlich erst unvorstellbar scheint. Auch wenn das Ende sehr schön ist, kommen die letzten 30-40 Seiten sehr holterdiepolter rüber.
Ansonsten macht das Buch Lust auf das Lesen von Klassikern, da sehr viele erwähnt werden. Einerseits finde ich das ganz schön und passend zu der Buchhandlung, um die es geht. Andererseits finde ich es etwas nervig, da sich die Vergleiche und Zitate aus anderen Bücher durch das ganze Buch ziehen und man immer ein bisschen das Gefühl hat nur „Bahnhof“ zu verstehen, wenn man von dem Buch oder dem Charakter noch nie gehört hat.
Die Protagonistin kann man gut nachvollziehen und ihre Gedankengänge sind oft klar und gut zu verstehen. Oft hätte ich ähnlich gehandelt und war gespannt wie der Antagonist drauf reagiert. Diesen empfand ich meist sehr überspitzt und seine Reaktionen waren häufig nicht nachvollziehbar. Am Ende werden einige Fragen über ihn beantwortet, doch trotzdem bleibt er mir ein Rätsel.
Die anderen Charaktere in diesem Buch finden keinen Weg in mein Herz, sind oft verwirrend, unfreundlich, nicht nachvollziehbar oder einfach nur schräg, dass ich mit ihnen leider nicht viel anfangen konnte.
Posy schreibt immer wieder an ihrem eigenen Buch, dass in der Zeit der Regency spielt. Hierin verarbeitet sie ihre Gedanken und Gefühle. Anfangs empfand ich diese Unterbrechungen als gute Auflockerung, doch mit der Zeit wollte ich diese Abschnitte nicht mehr lesen, sondern die Hauptgeschichte lieber verfolgen. Am Ende machte es dann aber doch Sinn diese kurzen Kapitel ihrer Geschichte zu lesen und ich fand die Idee nicht mehr so schlecht.
Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass man dieses Buch lesen sollte, wenn man kleine Buchläden liebt und nette Liebesgeschichten gut findet. Die Idee dieses Buches ist wirklich ganz gut, doch an der Umsetzung hapert es ein wenig.

Deshalb gebe ich dem Buch gut gemeinte vier Sterne.

⭐⭐⭐⭐

Titel: Der kleine Laden der einsamen Herzen
Autor: Annie Darling
Verlag: Penguin Verlag
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Seiten: 395
ISBN: 978-3328100980
Preis: 10,00€
Zum Buch

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Laura

Freitag, 20. Oktober 2017

"Magisterium - Der Weg ins Labyrinth" - Holly Black & Cassandra Clare

Freunde, Feinde, Chaos

Das Magisterium ist eine Schule für Jugendliche mit magischen Fähigkeiten. In einer Prüfung mit mehreren Tests wird festgestellt wer genug magische Fähigkeiten besitzt, um im Magisterium ausgebildet zu werden.
Callum weiß von seinem Vater, der diese Schule als Jugendlicher ebenfalls besucht hat, dass er lieber nicht an diesen grauenvollen Ort gehen möchte. Sein Vater rät ihm dazu die Tests absichtlich nicht zu bestehen und Callum gibt sein Bestes um durchzufallen. Trotz aller Anstrengungen wird er von einem der Magister ausgesucht und mit in die Schule genommen. Seine magische Bildung, Freundschaften und Feindschaften nehmen ihren Lauf.
Welche Rolle seine tote Mutter, der Feind des Todes und seine Freunde in dieser Geschichte spielen müsst ihr selber herausfinden.
Die Geschichte fängt etwas zäh an, denn auf den ersten 150 Seiten passiert eher wenig. Die Prüfung findet statt, doch diese ist sehr vorhersehbar. Danach werden die Kinder in das Magisterium gebracht, aber auch dort gab es keinen „WOW-Effekt“, sodass man immer noch auf eine spannende Handlung wartet. Erst ab Seite 200 wird es spannender und der Zeitpunkt kommt, an dem man endlich wirklich weiterlesen möchte.
Die Spannung entsteht leider nicht durch viele verwinkelte Handlungen, sondern immer durch ein Verweisen auf etwas, das scheinbar viele wissen, wir als Leser aber noch nicht. Der einzige Punkt, der wirklich Spannung ausgelöst hat, war das Armband, dass man überhaupt nicht einschätzen konnte und dessen Bedeutung sich innerhalb der Geschichte immer wieder geändert hat.
Ein großer Minuspunkt für uns war, dass wir den Protagonisten nicht leiden konnten. Seine Handlungen waren meist nicht logisch, seine Bemerkungen nicht angemessen und die schlechte Laune, die er im Buch verbreitete färbte leider etwas auf den Leser ab. Oft waren wir uns nicht sicher, ob er jetzt dumm oder schlau war oder ob er einfach nur nicht gerne denkt. Sein Verhältnis zu seinem Vater ist sehr merkwürdig und lässt die Geschichte nicht real wirken.
Die weiteren Charaktere waren nicht klar definiert, sodass man deren Verhalten nicht einschätzen konnte. Auch wenn Call manche Jugendliche als seine Freunde ansieht, würde ich ihnen trotzdem nicht trauen, denn ich wüsste nicht, ob ihr Verhalten mir gegenüber ernst gemeint ist oder nicht. Die Ernsthaftigkeit ihrer Taten und ihres Redens kommt leider nicht gut rüber und ist deshalb oft missverständlich. Tamara und Aaron verursachten ein Misstrauen in uns, sodass wir bis kurz vor Schluss schlecht von ihnen dachten.
Die Magister und die anderen Schüler sind schlecht beschrieben, sodass man sich die meisten Namen leider nicht merken kann, oder nur noch eine vage Vorstellung von der jeweiligen Person hat.
Nur Magister Rufus haben wir liebgewonnen. Er ist die einzige Person, die logisch handelt, die Spannung erzeugt und die so gut beschrieben ist, dass man ihn sich vorstellen kann.
Ein großer Pluspunkt ist die Gestaltung des Buches, denn mit dem grandiosen Cover und dem goldenen Buchschnitt ist dieses Buch wirklich einzigartig. Vor allem der Titel gefällt uns sehr gut, weil man ihn auch auf dem Kopf stehend noch lesen kann. Innerhalb des Buches findet man immer wieder Symbole, die wir ebenfalls sehr gut miteingebunden finden.

Die Idee zu der Geschichte ist eigentlich sehr gut, die Umsetzung finden wir jedoch ausbaufähig. Wir möchten dem Buch 3,5 Sterne geben, weil das Ende doch noch einiges raushaut, doch leider können wir dies nicht und runden deshalb auf 4 Sterne auf.

Titel: Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
Autor: Holly Black & Cassandra Clare
Verlag: One
Erscheinungsdatum: 14. November 2014
Seiten: 332
ISBN: 978-3-8466-0004-7
Preis: 14,99€
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